The Egyptian Tarot:
Dieses ägyptische Tarotdeck wurde so 1980 von US Games publiziert.
Es geht aber in dieser Version auf die Abbildungen der Karten zurück, welche 1901 in Buchform veröffentlicht wurden unter dem Titel “Practical Astrology”. Im Beiheft von Stuart R. Kaplan wird dabei nur die geringfügige Änderung erwähnt, daß die Bezeichnungen der Karten ursprünglich nur im Text des Buches erwähnt wurden, und nicht explizit unter den Karten standen.
Dieses Buch (1901) wurde herausgegeben vom “sagenumwobenen” Comte de Saint-Germain.
An dieser Stelle möchte möchte ich mich ganz kurz über eine inflationäre Nutzung dieses Namens beschweren. Dieser Comte ist quasi eine okkulte Mischung aus Highlander und James Bond. Er hat sich aufgrund seines 200- und mehr -jährigen Lebens zu einem richtiggehenden Autoritäts-Joker der Esoterik-Szene gemausert. (In unserer Zeit im Channeling-Bereich anzutreffen).
Genau aus diesem Grunde dürfte man dieses vorliegende Deck leider nur unter dem Autorenvermerk “Anonym” führen.
Allerdings finde ich ich es im nachhinein sogar auch sehr “witzig-und-gemein”, denn hätte der Autor sich nicht ängstlich hinter irgendeinem “Comte-de-Wer-auch-immer” versteckt, so könnte jetzt -Jahrzehnte nach seinem Ableben- sein Name bei diesem würdigenswerten Deck genannt werden => Selbst Schuld ;->
Um es aber doch zu erwähnen: Bekannt ist, daß zur Zeit dieses Decks Edgar de Valcourt-Vermont das Comte-Pseudonym verwendete.
Allerdings muß auch gesagt werden, daß ein so gut wie identisches Deck bereits 1896 öffentlich in Erscheinung getreten ist: das sogenannte Falconnier-Wegener Tarot. (Text von Falconnier, Karten von Wegener). Lediglich die II (‘~’ Hohepriesterin) war verschieden.
Somit drängt sich die Vermutung auf, daß Valcourt-Vermont die Karten von dieser 1896er Ausgabe übernommen hat. Diese Annahme wird noch bestärkt, wenn man bemerkt, daß auch die Texte der 1901er Ausgabe ein bißchen zu viel Ähnlichkeit mit den Ausführungen von Paul Christian haben. Diese beiden Informationen, gepaart mit der Verherrlichung durch das Pseudonyms des Comte de Saint-Germain, ergeben leider eine Mischung, die etwas zu sehr nach “schneller Vermarktungs-Strategie” riecht.
Nur ein Hintertürchen könnte es geben. Denn hier und da läßt sich der Kommentar finden, daß dieses Deck schon viele Jahrzehnte vor 1901 in okkulten Kreisen verwendet wurde. Wenn dem so wäre, könnten doch noch rein theoretisch diese Karten bis zur wahren Lebenszeit des Comte zurückgeführt werden.
Zusammenfassend ist dieses Deck erst einmal einfach das “1901er Egyptian”. Wer, Wo und Wie es entstanden ist, hat sich im Grunde im Sog der Geschichte verloren. Dennoch bleibt das Deck durch sich selbst interessant und hat sich auch aufgrund dieses Selbst zu einem ägyptischen Referenzdeck gemausert. Vor allem weil in dieser 1901er Version die 56 Karten der kleinen Arkana enthalten sind. (Das 1896er verfügt nur über die 22 Karten der großen Arkana.)
=> Gern wird dieses Deck in einem politisch korrekten Sinne auch Falconnier/Wegener/St.-Germain -Tarot genannt.
Nummerierung: Die Karten sind in der nachfolgenden Galerie dieser Seite in der heute üblichen Reihenfolge wiedergegegebn, aber im Ursprung sind sie in “alter ägyptischer Tarot-Tradition” von 1 bis 78 durchnummeriert.
Die römischen Ziffern dazu sind aber auch im Bild angegeben.
(Dahinter habe ich sie auch in gewohnten Ziffern unserer Kultur geschrieben, damit es leichter ist ;-) )
Es beginnt mit der grossen Arkana beim Magus und geht in der gewohnten Reihenfolge bis zu der Karte, die hier nicht ‘Welt’ hießt, sondern ‘Star of the Magi’ / XXI.
Hier nun folgt der Narr / XXII, welcher in diesem Deck mit ‘Krokodil’ betitelt wird. (Alle 78 Karten mit Titel und Übersetzung werden noch in eine Extra-Tabelle zusammengefasst.)
Die kleinen Arkana folgen nun immer in gleicher Logik: zuerst König, dann Königin, Ritter und Bube; Und dann im Anschluß die Zahlkarten von 1 aufsteigend bis 10.
Der Hofstaat trägt hier allerdings die Entsprechungen: Master, Mistress, Warrior und Slave.
Die Elemente werden abgehandelt in der Abfolge: Stäbe (Szepter), Kelche, Schwerter, Scheiben (Pentakel).
Booklet: Wer die Original-Beschreibungen der Karten (vom Comte) aus dem Jahre 1901 sucht, der soll diese auch so im US Games -Beiheft finden (35 Seiten in Englisch / Tarotkarten-Format).
Eine ‘direkt-proportionale’ Neuauflage dieser Karten findet man im Ibis Tarot.
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Illustration from
The Egyptian Tarot
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