Die Bilder aus dem
Tarot of the Elves / Elfen Tarot / Tarocchi Elfici
werden abgebildet mit freundlicher Erlaubnis von Lo Scarabeo.
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Tarot of the Elves / Elfen Tarot / Tarocchi Elfici:
2007
Konzept und Booklet: Mark McElroy
Künstler: Davide Corsi
Annäherung an dieses Deck als Tarotrist:
Die große Arkana trägt nur römische Ziffern, keine Begriffe. “Gut, daß es aber wenigstens noch diese Ziffern gibt”, weil man sich doch ab und an fragen könnte, wie man diese oder jene Karte zu verstehen beziehungsweise einzuordnen hat.
Im Beispiel: Nummer XII: Der Gehängte hängt nicht, sondern stürzt kopfüber von einem Turm. Folglich ist diese Nummer XII somit ehrlich gesagt ein super Turm. Auf der Turm-Karte (XVI) hingegen steht jemand lediglich herum. Wenn nicht der Blitz im Hintergrund wäre, könnte man auch einen Eremiten daraus machen (Oder sogar mit Blitz, denn dann könnte man diesen als ‘Erleuchtungs-Blitz interpretieren). Zumindest ist eine grautrister Gesamtblick und ein kaputtes Bauwerk im Hintergrund des Turmes hilfreich.
Auch zum Beispiel die Gerechtigkeit kann man nur aus der vermutlichen Kraft-Karte rückfolgern.
Alles in allem kann man sich aber im großen und ganzen damit arrangieren, schließlich möchte man sich ja mit neuen Decks auch neuen Ideen, Hinweisen öffnen um sich auch in der Gesamtlebenssumme weiterzuentwickeln.
Warum aber als weiteres Beispiel die Hohepriesterin offenbar tot in einer Blutlache liegt, muß mir erst noch klar werden.
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Das Konzept von Mark McElroy:
Vermutlich würden ihn diese Ansichten aber gar nicht wundern, denn es ist nicht ganz ein Tarot in diesem Sinne. McElroy wollte in erster Linie sozusagen ein “elfenwürdiges Deck von Elfen für Elfen” machen. Dabei sah er sich eben 2 potentiellen Problemen gegenüber:
Zum einen dem Tarotristen (wie man sehen kann, bin ich ja bereits am ‘mekkern’ ;-) ); Und zum anderen ist im Bereich der Elfen-Thematik bereits alles durch Herrn Tolkien ‘definiert’. Zwischen diesen beiden ‘Lagern’ hat nun Mark McElroy sich versucht ohne zu grosse Diskrepanzen hindurchzuwinden, aber dennoch auch eine neue eigene Elfensichtweise zu entwickeln, und diese dann in ein 78er Tarot-Blatt hineinzuzwirbeln.
Die Geschichte / Die einzelnen Arkana:
Das gesamte Deck erzählt die Geschichte des Elfen-Prinzen Alberich und die Geschehnisse um den Diebstahl der vier heiligen Reliquien durch den Elf Dokkalfar. Das je eine gestohlene Reliquie mit je einem Satz der kleinen Arkana in erzählerischer Verbindung steht, ist unschwer zu erraten. In der großen Arkana wird dazu die übergeordnete Geschichte wiedergegeben. Und so erklärt sich dann auch, wieso die Hohepriesterin gestorben ist: Sie stellt die priesterliche Elfen-Königin und somit Mutter von Alberich dar, dessen heile Welt zerstört wird. Eine weitere Anmerkung hierzu: Auch der Herrscher (IV) ist bereits nur noch eine Steinfigur.
Und PS: Endlich mal ein Booklet, in dem verhältnismäßig viel über die Entstehung und die Grundidee eines Tarotdecks geredet wird. (Die Deutungsstichworte sind dafür umso kürzer, aber diese sind ja in diesen Beiheftchen sowieso immer viel zu knapp)
Die ganze Karte mit Rand :