Tarot of the III Millennium / Tarot des III Jahrtausends: Iassen Ghiuselev, 2000
Gestaltung: Die große Arkana ist ganz konkret im gemischten medieval-historic Stil gehalten. Es ist keine eindeutige Zeitepoche dargestellt, aber es ist dennoch sehr gekonnt viel altertümliches verwoben, sei es ägyptischer Wagen, eine sumerisch-babylonische(?) Kraft, eine traditionell-asiatische Mässigkeit oder auch ein gotischer Papst.
Die kleine Arkana hingegen übernimmt auf den ersten Blick jenen modernen Part ...,... die künstlerisch grandiose detailierte und malerisch-überragend-kompetente Ausgestaltung ist dabei sicherlich fast so hervorragend wie in der großen Arkana (etwas ‘grobkörniger’ in der kleinen Arkana, was aber ‘die Unterscheidung’ kompetent bildlich unterstreicht) ...,... doch ist es hier auch diese typische Provokation durch Verständniss-Schwierigkeit auch und durch verwirrende Erklärungsvielfalt, welche uns in die modernen Zeiten katapultiert ...,... und uns dort allein und im Stich läßt.
Dieser Part ist aber sicherlich ganz im Sinne des Beiheftes gelungen: Ein wahres “Bombardement von Puzzle- Einzelteilen”, so wie dies auch in unserem Leben im 3ten Jahrtausend auf uns einprasselt. -> Puzzle-Seite ->
Bei den Zahlkarten von 1 bis 10 der kleinen Arkana treten die neuzeitlichen Elemente derart hinzu, daß hier auf jeder Karte zusätzliche Strichcodes und/oder technische Schaltpläne über die Bilder gedruckt sind.
Die Motive der Zahl-Karten von 1 bis 10 sind wie die große Arkana in schwarz-weiß gehalten.
Die gesamte kleine Arkana hat immer die jeweilige Karte aus einen traditionell-bolognesischen Deck in einem kleinen Rechteck mit aufgedruckt (Ursprung: siehe Kelche 2 : “Giacumo Zoni in Bologna)
Dies finde ich zur Orientierung sehr gut, weil man sonst wirklich niemals richtig erkennen oder nicht mal erraten kann, welche Karte man gerade vor sich hat.
Die Hofkarten treten noch einen Schritt weiter aus der Reihe.
Zum einen sind diese alleinig in Farbe gehalten; Auch die Maltechnik verläßt den Bleistiftstrich.
Die Symbolik übertrifft sich hier in einer weiteren potenzierten Verdriftung; Zumal neben den Drachen oder
“?”Gnom- Dämonen”?” selbst die Personen-Charaktere eine teils betont-subtile (Gesichts-)Verfremdung aufweisen.
Last und Least sind (nur) die Hofkarten in 5 Sprachen mit www-Adressen versehen. (in der Summe somit 80 Stück). Die ein oder andere kann man im Web finden, aber es scheint offenbar nur ein Zufallstreffer zu sein, sprich: es gibt leider keinen konkreten Bezug zwischen den Karten und den Web-Adressen. (Ich habe aber nicht wirklich alle 80 durchgetestet, denn nach 10 oder 20 Fake-Adressen veliert man halt irgendwann die Motivation. Schade eigentlich)
Am Rande möchte ich noch kritisch hervorheben, daß alle Bilder bei den Zahl- und Hofkarten ausschließlich und recht eindeutig mittelalterliche Motive sind. Nur durch ein paar Schaltplan-Übermalungen gleich das 3te Jahrtausend zu vermarkten, finde ich ein bißchen ‘Thema-abschweifend’.
Kurz noch zur Person: Iassen Ghiuselev: geboren 1964 in Sofia, Bulgarien; Kunstakademie; Seinen Namen findet man im Netz auch z.B. beim Da-Vinci-Tarot (zusammen mit Atanas Atanassov) oder auch bei Illustrationen zu Don Quichote und Alice im Wunderland. (Gar nicht uninteressant im Vergleich der Bilder / Sehr sehenswert)
Die Bilder aus dem
Tarot of the III Millenium / Tarocchi del III Millennio / Tarot des III Jahrtausends
werden abgebildet mit freundlicher Erlaubnis von Lo Scarabeo.
Copyrights by

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Gerechtigkeit = |
8 |
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Kraft = |
11 |
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Hofstaat : |
König Königin Ritter Bube |
Das mit dem Puzzlen kann man übrigens wörtlich nehmen.
Hier eine Seite mit Puzzle-Ergebnissen und Hintergründen :
Hier zum selber puzzlen die Direkt-Links zu den Verschiebe-Seiten :
Standard-Verschiebe-Seite (Alle 78 Karten / 180er Höhe)
“Spezial-Puzzle-Seite” (nur kleine Arkana / 300er Höhe / keine Überlappungen)
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Link zur Übersicht der Zuordnung des hebräischen Alphabetes
( Tabelle 1 /
‘Papus / Wirth -Version’ )