Wenn ich auf der Hauptseite geschrieben habe, daß die Pfade immer die gleichen hebräischen Buchstaben tragen, dann war das nur darauf bezogen, daß glücklicherweise zumindest die Tarot-Anwender offenbar ein einheitliches Zuordnungs-System benutzen. Denn auch der als ‘westlich-christlich-esoterisch’ bezeichnete Lebensbaum, ist auch mit anderen alphabetischen Entsprechungen im Umlauf.

 

Allerdings erspare ich mir weitere Ausführungen, denn es sollte hier nur kurz das Thema “geöffnet” werden. Vielleicht sollte sich der einfache kleine Tarot-Kabbalist merken, daß seine Kabbala nur ein kleiner Volkswagen ist. Er ist gewaschen, poloiert und gepflegt, er funktioniert nach einen zufriedenstellendem soliden Stand der Technik, er ist belastbar und man kann sogar weite Strecken mit Partner und Schlauchboot in den Urlaub fahren, aber wenn man einen jüdischen-Benz-Kabbalisten im Rückspiegel erblickt, fährt man lieber rechts ran ;-)

 

? Trotzdem ein Seitenhieb gefällig ? => Weil aber auch der Tarotrist aufgrund seines individualisierten, intuitiven, kompromißbereiten offenen Denkens, sich eine lebendige Struktur erworben hat, welche vor allem auch im Tarot durch ein kompetentes aussergewöhnlich vielfältiges abwechslungsreiches Wissens-Spektrum ein blühendes Kompetenzkompendium ermöglicht; deswegen sollte man gerade dem jungen jüdisch-hebräischem Kabbalisten, welcher eher fundamental-verbissen rezitiert, so lange aus dem Weg gehen, bis er ein weiser alter Benz-mit-Hut-Fahrer geworden ist. ;-)

Alpeh

1

Beit

3

Gimel

3

Koph

100

Zadi - 90

Pheh

80

Ayin

70

Samech

60

Dalet

4

Der Tarotrist im generellen arbeitet mit einem Lebensbaum, welcher als westlich-christlich-esoterisch bezeichnet werden kann. Diese ‘Version’ des Lebensbaumes (unten im Vergleich links) steht hauptsächlich mit folgenden Namen im Zusammenhang: Johannes Reuchlin (1455-1522), Athanasius Kircher (1601-1680), Knorr von Rosenroth (1636-1689).

Der rechte Lebensbaum zeigt eine differierende Variante. Diese wird von Heinrich Elija Benedikt (als Beispiel für einen universellen Kabbalisten) befürwortet. Man könnte ihn als jüdisch-christlich oder alt-hebräisch bezeichnen. Als historisch hervorzuhebenden Referenzautor gibt Benedikt an: Isaak Luria (1534-1572).

 

Ich persönlich habe weder, noch dürfte ich oder möchte eine Meinung darüber haben. Ich wollte nur ganz kurz und durch dieses konkrete Beispiel unter anderem hervorheben, daß auch die Kabbala nicht wirklich Grundsatz-überliefert wurde, sondern ebenso nur zu den “Senf-dazugegebenen” Traditionen gehört ;-)

Heh - 5

Waw

6

Zajin

7

Chet - 8

Thet

9

Jod

10

Kaph

20

Mem

40

Nun

50

Resh

200

Shin - 300

Taw

400

Kether

Keter

Malkhut

Jesod

Nezach

Tiferet

Hod

Hesed

Geburah

Binah

Chokmah

Malkuth

Jesod

Netzach

Hod

Geburah

Cbesed

Tiphereth

Chokmah

Binah

“westlich-christlich-esoterisch”

(in der gängigen Tarot-Version)

“jüdisch-christlich / alt-hebräisch”

Issak Luria

Augenscheinliche Unterschiede:

 

Jeweils 2 Pfade in beiden Systeme sind jeweils exakt gegensätzlich vorhanden und nicht vorhanden.

Zudem leichte Farb-Nuancen-Unterschiede in den Sephiroth.

 

Richtig weh tun muß dem Abendland-Tarotristen aber, wenn er zusehen muß, das er offenbar das hebräische Alphabet einfach nur recht gradlinig von oben nach unten abzählt, während in dieser Form des jüdisch-christlichen Baumes von Isaak Luria eine gemischtere Einzel-Durchdachtheit bei den Zuordnungen des Alphabetes herrscht.

Da hat sich jemand richtig Mühe gemacht.

 

Heinrich Elijah Benedikt hat übrigens auch einen jüdisch-traditionellen Lebensbaum mit den 22 Tarot-Trümpfen kombiniert.

(Allerdings weiß ich nicht, ob es seine eigene Kreation ist, oder ob er auf eine vorhandene Quelle zurückgegriffren hat.).

Zur Anschauung verwendet er die Karten des Oswald-Wirth-Tarot.

Obwohl Wirth die Karten mit hebräischen Lettern geordnet hat, ist aber keinerlei Zuordnung zum System von Isaak Luria auf diese Art herzustellen, sondern Benedikt ordnet die Tarotkarten einzeln von ihrem jeweiligen durchdachten Inhalt den entsprechenden Pfaden thematisch zu.

<- Klick

PS: Daath wird übrigens in beiden Bäumen je nach aktuellem Gebrauch dargestellt oder nicht. Es hat nichts zu sagen, daß ich es hier weder in dem einen oder dem anderen nicht eingezeichnet, beziehungsweise angedeutet habe.

Lamed

30

Alpeh - 1

Beth

2

Gimel

3

Taw

400

Resh

200

Nun

50

Lamed

30

Kaph

20

Jod - 10

Thet

9

Chet

8

Zajin - 7

Waw

6

Heh

5

Dalet

4

Samech

60

Ayin

70

Pheh

80

Zadi

90

Koph

100

Shin

300

Mem

40

Pfad-Nummerierung:

Rot: 1 - 22 / Blau: 11 - 32

(Manche zählen nur die Pfade ab 1, andere zählen vorher die Sephiroth als Pfade mit)

1

12

30

28

26

24

25

17   27

22

23

21

20

9    19

18

17

16

15

4   14

3

32

31

29

11

13

2

5

6

7

8

13

12

10

11

14

15

16

20

21

18

19

22

Crowley:

Waite:

 

HOME
Kartendecks
Vokabular /  Lexikon
Verschiebe-Seiten
Einzel-Karten-Vergleiche
Impressum

Tarof of the

Sephiroth:

Alle Bilder werden auch hier (wie gewohnt) beim anklicken in ein externes Fenster in Großansicht sichtbar.

Kabbala
Kabbala-Seiten
Papus
G.D.

Die große Arkana auf den 22 Pfaden: