Kann man Tarot und Lenormand vermischen? -

Ein 78er System mit großer und kleiner Arkana und ein 36er-Lenormand-Deck?

 

 

Um es gleich plakativ vorweg zu sagen: Bestimmt kann man - Leider hat man hier aber nicht. Offenbar ist dieses Konzept hier lediglich ein Deck, welches sich “Lenormand” als interessantes, aber nicht zu weltbewegendes, einfach nur nettes, Thema gewählt hat.

Zumindest fehlt meiner Ansicht nach ein wahres übergeordnetes praktisches Konzept, Nach stundenlangen Suchens bleibe ich bis jetzt der Meinung, daß die Einbindung der lenormandischen Elemente zwar nicht konzeptionslos erfolgte, aber dennoch vermisse ich ein übergreifendes praktisches Gesamtarrangement. Es kommt hinzu, daß sich ein drittes Deck mit hineinmischt: Ein 52er-Karten-Deck namens Zigeuner-Orakel. Und diese 3er-Mischung ist meines Erachtens sogar so ausgeprägt, daß der Name “Lenormand & Orakel -Tarot” aussagekräftiger gewesen wäre.

 

Tarot und Lenormand wollten heiraten ... aber Schwiegermama ist mit eingezogen.

 

Aber zurück zur Einleitung.

 

 

Auf jeden Fall hat hier Lo Scarabeo eine ganz interessante Idee aufgeworfen: Während sich die große Arkana und die Hofkarten recht unzweideutig im Sinne der Logik des Tarots gestalten, sind die Zahlkarten (fast) gar nicht mit Stäben, Kelche, etc versehen. Dafür findet man dort aber bekannte Lenormand-Symbole: Sense, Brief, Rute, Mäuse, ..

=> Als ich diese Zahlkarten das erste Mal gesichtet habe, war ich sofort überaus freudig überrascht, denn bei mir fiel der Groschen: “Ohne die Asse sind es 36 Karten (4 Sätze mit je 9 Zahlkarten). => Das passt ja perfekt zum Lenormand.”

(PS. Warum die Asse weglassen: Vielleicht ist das halt eher ein traditionelle Golden-Dawn-Denkweise, daß die Asse eine minimale Form von “Sonderstellung” haben. ... “Wurzel des Elementes” ...)

 

Sicherlich gibt es dann trotzdem noch Überschneidungen, wie zum Beispiel Sonne, Mond und Sterne. Und auch die Personen-Karten sind eventuell zu überdenken. => Umso gespannter war ich somit, wie Lo Scarabeo solche Details wohl umgesetzt hat.

 

Nach langem Vergleichen und hin und her verschieben, kam ich dann aber zu dem leidvollen Schluß, daß bei diesem Deck doch keine echte Vereinigung zwischen dem 78er-Tarot und dem 36-Lenormand stattgefunden hat. Dieses Deck ist in erster Linie ein Thema-Deck.

Der Bezug zum Lenormand bietet hier vor allem ein Bilder-Motiv-Thema; ähnlich einem Blumen-, Drachen-, Elfen- etc -Tarot. Sicherlich ist dieses Deck im Malstil sehr gelungen, der lenormandische Wiedererkennungswert ist sehr gut, ebenso die französischen Elemente aus der Zeit von Madame Lenormand. Aus diesem Grunde ist es fürwahr ein brilliantes Sammlerprodukt. Kompliment!

Leider wird es aber vielleicht nicht so häufig zum deuten aus dem Regal genommen wie es ein Deck mit diesem Potential gebühren könnte. Und das finde ich bei dieser Basisidee mehr als Schade, denn das Thema, und auch die existierenden Möglichkeiten, ergeben immer noch eine überaus reizvolle Symbiose.

Große Arkana:

 

Hier gibt es nichts zu mekkern.

Diese ist sehr gelungen. Vor allem kommt hier das Thema Lenormand sehr gut zur Geltung, weil der Zeichenstil recht perfekt dafür ausgewählt wurde. Ebenso passen Kleidung oder bauelementliche Details gut in die Zeit der Lenormand.

 

Selbstverständlich darf somit in diesem Deck auch der konkrete französische Herrscher seiner Zeit nicht fehlen. So ist es offenbar Napoleon nebst Gattin Josephine, welche hier den Herrscher und die Herrscherin stellen.

(In jedem Kurzbericht über Madame Lenormand muß schließlich immer erwähnt werden, daß sie Josephine beraten hat und dabei unter anderem auch Napoleon die späteren verlustreichen Schlachten voraussagte.)

 

Als weitere konkrete Personenkarte ist dann auch Madame Lenormand selbst als Hohepriesterin zu nennen. Das Motiv dieses Bildes ist ein klassisches Motiv von ihr. Es zeigt sie bei einem ihrer zahlreichen Aufenthalte in Haft.

(Jaja; die Wahrsagerei war schon immer in Verruf ;-) )

 

Solch eine Anfangsausbeute läßt natürlich nach weiteren Personen suchen. Bestimmt ist der Papst ein solcher, aber vielleicht läßt sich auch Frau Gerechtigkeit oder Herr Eremit mit realhistorischen Personen verbinden. Allerdings muß ich gestehen, daß dies nicht in meinem Wissensspektrum liegt

 

Schließlich fällt auch auf, daß dieses Deck zum Beispiel im Gehängten sehr viel historisch- intellektuelle Tiefe aufweist.

Auf der Suche nach “21 Floreal 4” fand ich folgenden Beitrag im Netz gefunden: LINK

(Kurzform: Ein Revolutionär, welcher sich besonders für die Gleichheit (Egalite) eingesetzt hatte, wurde an diesem Datum verhaftet. Wie gesagt: Im Link-Beitrag ist das Ganze sehr ausführlich (incl Hose und Strohpuppenelemente) beschrieben)

 

Die Pyramiden auf der Welt kann ich mir durch die napoleonischen Eroberungszüge erklären. Gilt das auch für den Elephanten im Hintergrund der Mäßigkeit? Wenn man dann aber mit diesem Deck deuten möchte, dann erfordern solche Details natürlich eine ganz andere Form von Aufmerksamkeit.

 

Auch in einer detailierten Beschreibung dieses Decks sollte der Vermerk nicht fehlen, daß der Teufel hier in einer Art ‘Paradies-Version’ umgesetzt wurde. Dies könnte natürlich eine Vermischung in Richtung der Schlange aus dem Lenormandischen sein.

(Wobei allerdings die Schlange auch bei den 7 Schwertern auffindbar ist (siehe weiter unten))

 

Alles in allem kann man hier aber alles durchgehen lassen und auch positiv anmerken.

Man kann damit arbeiten, muß sich aber sehr auf dieses Deck einstellen.

Gut geeignet ist es wohl für Kenner dieser Zeit, damit man die Symbol-Spreu vom ausgeschmückten Weizen zu trennen vermag.

Sonne, Mond und Sterne:

 

Um hier gleich den Lenormand-Bezug zu bearbeiten:

Diese drei Karten, die zum einen in der großen Arkana des Tarot, als auch im gleichen Wortlaut im Lenormand vorkommen, sind in diesem Tarotdeck in der klassischen Tarot-Darstellung und in der großen Arkana wiedergegeben.

 

Der Mond hat die zwei Türme, den Hund und den Wolf;

die Sonne wurde auf vier Kinder aufgestockt;

und die Sterne sind sehr brav / medieval als Sternendeuter gestaltet.

 

Der Sterndeuter unterstreicht vielleicht auch sehr nett den Hinweis, daß Frau Lenormand nicht nur eine Kartendeuterin war, sondern eine sehr individuell gemischte Wahrsagerei praktizierte. So gesellten sich zu einer Sitzung bei ihr neben mehreren Kartendecks (aus denen dann auch nur teils je eine Karte gezogen wurde) auch Handlese-Elemente, Geburtsstunden-Betrachtung und numerologische Einflusse mit hinzu.

XV - Der Teufel

XIV - Die Mässigkeit

XXI - Die Welt

XII - Der Gehängte

Die Sterne   -   XVII  & 16

Die Monde  -  XVIII  & 32

Die Sonnen   -   XIX &  31

Die Hofkarten:

 

Die Hofkarten stehen wie schon angedeutet in gradlinig traditioneller Darstellung zum Tarot.

Ein stehender Bube, ein Ritter mit Pferd

und Königin und König mit Thron (meist sitzend, ab und an stehend)

Alle haben dabei jeweils ihr Element in der Hand.

Die Zahlkarten:

 

Natürlich gibt es auch wieder eigene Bilder-Vergleich-Seiten und aber auch spezielle Verschiebe-Seiten zu den Zahlkarten. ==>

Gerade den Vergleich der kleinen Arkana mit den Lenormand-Karten finde ich sehr wichtig, weil sich hier zeigt, wie eine Kombination aus beiden Wahrsage-Varianten zwar angedeutet, aber dann doch irgendwie nicht konsequent umgesetzt wurde.

Mal wurde hiervon, mal wurde davon etwas genommen. Und als wollte man die Kritik sehr einfach machen, findet sich dann auch noch der Hund UND das Haus auf einer Karten (als hätte man nicht genug Platz die 36 Lenormand-Karten unter zu bringen).

A) Lenormand-Tarot im Vergleich zum gängigen Tarot-Inhalt:

 

Hier in dieser Beschreibung habe ich nur die Karten abgebildet, welche einen vergleichbaren bildlichen Bezug zwischen dem Rider-Waite-Deck als Tarot-Referenz und dem Lenormand-Tarot aufweisen. Wer alle 40 Karten im direkten Vergleich nebeneinander sehen möchte, der klickt hier: Zahlkarten

Diese 7 Karten sind somit teils mehr oder weniger auf die Denkweise des Tarot zu beziehen..

 

Eventuell kann man auch in den folgenden Karten etwaige Parallelen erkennen, welche aber bei weitem nicht so prägnant oder gar sinnvoll sind wie die obigen Beispiele:

Auffallend bei diesen Übereinstimungen zur klassischen Rider-Waite-Symbolik ist aber auch, daß kein wahres System dahinterzustecken scheint. Es wurde meiner Ansicht nach wahllos hier oder da ein Motiv aufgegriffen. Nicht daß das prinzipiell schlecht wäre, aber diese nicht logisch strukturierte Motiv-Auswahl setzt sich meiner Ansicht nach auch in der Anwendung der Elemente aus dem Lenormand-Deck fort.

 

B) Übereinstimungen zwischen dem Lenormand-Tarot und den Lenormand-Wahrsage-Karten:

 

Hier die direkten bildlichen Übereinstimmungen zwischen dem 78er-Lenormand-Tarot und dem 36er-Lenormand-Cartomacy-Blatt:

C) Nicht umgesetzte Karten aus dem 36er-Lenormand:

(zumindest nicht von mir ‘gefunden’)

Der Reiter und die beiden Personen-Karten aus dem 36er-Lenormand hätten wegen der Kombinationsaufdrängung mit den Hofkarten aus dem Tarot eine reizvolle Herausforderung dargestellt.

 

Last not Least habe ich über Sonne, Mond und Sterne bereits oben in der großen Arkana berichtet.

Abschlußbemerkung:

 

Die Ideen, die Lo Scarabeo - alias Pietro Alligo - immer wieder aufgreift, sind sehr gut und eine fulminate Bereicherung für die Tarot-Landschaft. Die Auswahl der Künstler und der Themen sind in der Regel umwerfend, und teils über alle Massen reizvoll - So auch hier ein ganz großes Lob.

 

Schade aber, daß bei diesem Tarot meiner Ansicht nach schlußendlich der zündende Funke an praktischer Nutzbarkeit fehlt.

Natürlich “kann” man mit diesem Deck legen und deuten. Aber auf der einen Seite wird weder dem Taroristen der Weg zum Lenormand geebnet, noch fühlt sich der Lenormandist tiefgreifend zufrieden angesprochen.

Was sagt der Zigeuner-Orakelist: Ich weiß es nicht, aber vielleicht vermisst er die vielen praktischen Personenkarten. Ich denke nicht, daß ihn der Hofstaat des Tarot befriedigen wird.

 

Selbstverständlich muß man kompromissbereit sein, keine Frage. Aber so wie sich mir dieses Deck präsentiert, ist es weder Tarot, noch Lenormand, noch eine Hochzeit aus beiden, obwohl der Name dies eigentlich suggeriert.

Für den praktischen Gebrauch würde ich es eher “verwaschenes Orakel-Tarot in lenormandischem Pinselstrich” nennen.

=> Vielleicht hätte man doch die Schwiegermutter zu Hause lassen sollen ... ;-.)

 

 

Um wieder eines meiner von mir vielgeliebten Beispiele aus der Automobil-Branche heranzuziehen::

Ich hätte mich gefreut über einen Lamborghini mit Pick-up-Ladefläche. => Ein transzendentaler Sportwagen mit der praktischen Welt-Offenheit einer Lenormandischen-Pick-up-Transportfläche. Dadurch würde ich dann mit dem Lamborghini zum Baumarkt fahren können, und mit den 500 PS ganz konkret und praktisch (und auch schnell) ein paar Zementsäcke nach Hause transportieren. Das wäre nicht nur gut, sondern wahrhaft grandios gewesen.

Aber leider wurde der Lamborghini nur wie ein Big Foot höhergelegt. Jetzt schaut er zwar gut aus; und er ist auch in jedem Schaufenster ein Augenmagnet. Leider ist er aber dadurch weder nützlich zum transportieren, noch geeignet zum schnell fahren.

Schade, eine Ladefläche wäre mir lieber gewesen ;-)))

 

 

Nichtsdestotrotz ist und bleibt der Wert für das Sammler-Regal sehr hoch. Die sehr gelungene graphische Eingliederug in das Frankreich der Zeit von Madame Lernormand, und auch die umgesetzte Karten aus Lenormand und Zigeuner-Orakel sind sehr feinfühlig und gelungen. Und wenn bei der nächsten genialen Symbiose-Idee von Lo Scarabeo auch ein Praktiker ins Team aufgenommen wird, dann wird es wieder eine Steigerung geben können ;-)

Graphics (und Konzept?): Pietro Alligo

Artwork: Ernest Fitzpatrick

Booklet by Alma De Angelis

 

Hier in den Bilder: der Hofstaat der Kelche.

D) Inhaltliche Aspekte (kleine Arkana):

 

Ich habe mich gerade eben schon (Wolken und Buch) vermehrt in diese Richtung bewegt:

Wie schaut es denn allgemein mit den Inhalten aus?

Erste Antwort: Alles, was in der kleinen Arkana im Lenormand-Tarot so aussieht, wie im 36er-Lenormand-Deck, wird auch im Booklet von Alma De Angelis im inhaltlichen interpretations-Sinne so beschrieben. Das ist doch schon mal ganz beruhigend.

 

Bei den oben aufgeführten Ähnlichkeiten zwischen dem Referenz-Waite-Tarot und den paar wenigen Karten aus dem Lenormand-Tarot bezüglich der kleinen Arkana sieht es da schon etwas unbefriedigender aus.

 

Überhaupt sollte man sehr vorsichtig an die Sache rangehen:

Ein Beispiel: Die 8 der Kelche zeigt eine relativ abgewandte gehende Bewegung nach hinten rechts raus aus dem Bild. Die Uniform läßt eventuell nicht auf einen fröhliches Unterfangen schliessen. Als Tarotrist hat man dann auch eben die traditionelle 8 der Kelche im Kopf, welche ja nun keine Partystimmung aufkommen läßt. Dennoch ist die Karte in der Lenormand-Tarot-Erklärung eine recht freudige, angenehme Reise.

Wenn aber diese Karte in der Symbolik der Reise steht, dann ist dies aber auch wieder eine Form von Diskrepanz zu generellen Reiter-Reise-Darstellung aus dem Lenormand. Auch frage ich mich, ob diese 8 Kelche nicht ein bißchen zu militärisch aussehen für eine Reise.

II - Die Hohepriesterin

III - Die Herrscherin

IV - Der Herrscher

Kurzer Einschub: Nein, es wird nirgendwo erwähnt, daß dieses Deck irgendeine Verbindung zum Rider-Waite-Deck hat. Aber um das Wesen dieses Lenormand-Tarot im Sinne eines Tarot zu erfassen, muß man es mit irgendetwas vergleichen, was das Wesen eines Tarot beinhaltet. Und das Referenzdeck schlechthin ist nunmal das Rider-Waite-Tarot.

Stäbe

Kelche

5

7

3

7

9

10

6

Schwerter

Scheiben

4

8

2

6

8

4

Stäbe

Kelche

Schwerter

Scheiben

3

6

8

9

10

1

5

6

6

3

2

2

3

8

9

7

10

10

Über die Wolken kann man sich nun auch wieder den Kopf zerbrechen.

Am prägnantesten passen sie vielleicht zum Tod (XIII) aus der großen Arkana.

 

Aber passt inhaltlich zum Tod der großen Arkana nicht besser der Sarg als dem Lenormand ?(!)

Um es gleich zu sagen und nicht groß um den heissen Brei herumzureden: Ja, Wenn, dann passt der Sarg zum Tod. Die Wolken sind viel zu melancholisch-schwarzseherisch-schwammig. Der Tod im Tarot hat viel mehr Erneuerung, als die Wolken.

 

Aber kein Problem: Wie haben ja noch Wolken im Mond; oder im Ass der Kelche; auch im Turm oben rechts ... ach, lassen wir es einfach :-(

 

 

Sollte man das Buch im Sinne des Geheimnisses mit der Tora-Rolle der Hohepriesterin identifizieren?

Auch gibt es Bücher in den Frauenhänden bei Kelch 4 und Schwert 8.

Aber Kelch 4 und Schwert 8 passen vom Tarot inhaltlich nicht zum Lenormand-Buch.

XIII - Der Tod

4

?

‘Vögel’ <> Eulen

Nunja .. etwas fraglich; sagen wir: ‘circa’.

Kelche 8

Und dann gibt es ja noch folgende Karten:

Hierzu gibt es meines Erachtens keine direkten Vergleichskarten im Lenormand.

10

Ach ja; Und dann war da ja auch noch der besagte Haus-Hund.

Treue und Harmonie und vielleicht ein Erbe. Da sieht man doch mal wieder, daß wir uns nur unnötig den Kopf zerbrechen; Es passt doch viel mehr dies und jenes irgendwie mehr zusammen als man denkt.

Und wenn man aber mal nicht weiter weiß, fragt man sich im Internet durch ... und siehe da: man findet jemanden, der die Bilder kennt. Dankeschön an BlueSky81 ;-) => So wurde mein Blick gelenkt auf die

 

Zigeuner Orakel-Karten

 

Dieses Deck besteht aus 52 Karten in loser Ordnung (keine direkte Struktur / Nummerierung)

 

Hier gleich im Bild die Übereinstimmungen.

Der inhaltliche Vergleich mit dem Stichwörter-Booklet läßt im Grossen und Ganzen auch diese Karten recht eindeutig im Vokabular jeweils identisch sein.

Stäbe

Kelche

Schwerter

Scheiben

3

9

10

1

2

3

8

5

4

1

4

5

9

9

10

10

Kummer

Warten

6

Ein leichtes Fragezeichen, inwieweit der Pfau im Vordergrund steht.:

( Kelche 7     -      Hochmut )

Drei Blicke in die große Arkana zeigen:

Der Tod passt zum Tod ;-)

Man auf Pferd ist auch vorhanden:

(= Reise)

Der Vollständigkeit halber hier noch alle nicht direkt bildlich umgesetzten Karten aus dem “Schwiegermutter-Orakel” ;-)

Man erkennt zwar auf den ersten Blick, daß deutlich mehr übrig bleibt, als beim Lenormand-Deck, allerdings hat dieses Zigeuner-Orakel zum einen mehr Karten, und zum anderen wurden immerhin circa 21 Karten direkt umgesetzt. Das Lenormand kann dagegen nur mit 19 eindeutig umgesetzten Karten mithalten. (ohne Sonne, Mond, Sterne und Reiter)

Aber last und least: Folgende Karte aus dem 78er Lenormand-Tarot habe ich konkret immer noch nicht gefunden (Stäbe 2) :

 

Inhaltlich wird diese Karte “Konzentration” bezeichnet. Auch das läßt mich keine equivalente Karte finden, weder im Lenormand, noch im Zigeuner-Orakel.

 

Vielleicht erkennt sie einer. => Dann kann ich ja auch noch weiteres Orakel in diesen Vergleich mit aufnehmen. (Schließlich gibt es ja in der Regel 2 Schwiegermütter ;-) ).

Auch hierzu gibt es natürlich die ‘Spezial-Verschiebe-Seite’ zum selber forschen:

(Alle 78 Karten aus dem Lenormand-Tarot und alle 52 Karten aus dem Zigeuner-Orakel)

Zusammenfassung:

Ein wunderschönes Themendeck - Ein hochwertiges Sammlerdeck.

Aber es ist nicht wirklich ein Gesamtkonzept-Lenormand-System in das Tarot intergirert.

Dafür sind aber auch Teile eines Zigeuner-Orakels eingefügt.

In der Summe ist es somit für den praktischen Anwender ein eher verwaschenes Deck.

Hier nun im Anschluß eine kleine Materialschlacht. Denn ich habe vor allem versucht, die Überschneidungen und auch die nicht kombinierten Karten aus dem Lenormand und den Zigeuner-Orakel-Karten möglichst vollzählig bildlich gegenüberzustellen. Ich gebe zu, daß es etwas ausufert, aber ich bin nunmal ein praktisch veranlagter Mensch; und so hoffe ich auch für denjenigen Tarot-Interessierten mit dieser Seite die notwendigen Vergleiche und Input zu liefern, um den praktischen Nutzen dieses Tarotdecks für sich zu analysieren.

und der Turm passt zum Unheil

Die Liebenden und

die Hochzeit :

(Kelche 2: Hier aber inhaltliche Diskrepanzen.)

Brief

Liebe

Ehefrau

Fröhlichkeit

Kind

Kranker

Gefängnis

Dieb

Feind

Geschenk

Geld / Münzen

Überraschung

Versammlung

Leichtfertigkeit

Heim

Treue

Konstanz

Heiterkeit

Glück

Alte Dame

Gelehrter

Seufzer

Zimmer

Die Vorgehensweise vom Vokabular auf die fehlenden Karten zu schliessen, gäbe es sicherlich auch noch, ist aber nicht so ergiebig. Hier das ein und andere Beispiel:

2 mal Hoffnung (Schwerter 3)

3 x Freundin (Stäbe & Kelche Königinnen)

2 x Kaufmann (Münzen König)

2 x Botschafter (Stäbe Bube)

Gedanke

Freundin  

Feindin

Doktor

Dienst

Dienerin

Botschafter

Witwer

Priester

Liebender

Liebende

Kaufmann

Junge Frau

Großherr

Hoffnung

Konversation

Melancholie

Militär

Genießer

Verzweiflung

Trost

Falschheit

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Die Bilder aus dem

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werden abgebildet mit freundlicher Erlaubnis von Lo Scarabeo.

 

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