Königsfurt-Verlag
191 Seiten / 11,5 x 18,5 cm
erschienen: 2000
Erstausgabe: 1989 mit dem Titel "Mythos Tarot"
Es sollen aber zwischen diesen beiden Titeln nur Druckfehler beseitigt worden sein. Es heißt im Vorwort, daß Eckhard Graf gerne einige Aussagen etwas "entschärft" hätte, aber wegen der "Originalität" wurde der Text dann unverändert übernommen.
Thema:
Geschichtlicher Abriß/Überblick des Tarot seit dem 15ten Jahrhundert.
Die auf dem Titelbild genannten Namen werden "der Reihe nach" behandelt.
( Antoine Court de Gebelin - (Alliette) Etteilla - Eliphas Levi - Paul Christian -
Golden Dawn Orden - Arthur Edward Waite - Aleister Crowley - Oswald Wirth)
(Der Titel des Buches bezieht sich folglich nicht unbedingt auf die Tarotkarte “Magier”, sondern in erster Instanz rhetorisch auf die ‘Macher’ des Tarot)
Ich möchte mich sehr positiv über dieses Buch äußern, obwohl es ansich einen "Verriß" des Tarots darstellt. Herr Graf verneint jegliche Theorien, der Tarot würde mit der Kabbala, mit Ägypten oder auch den Zigeunern zusammenhängen. Das Tarot ist und bleibt ein Kartenspiel. Und so erschließt sich dann der Titel des Buches doch wieder in rethorisch wortspielerischer Weise: Denn der Magier des Tarot ist im ursprünglichen auch der Gaukler. Und so sind die Macher des Tarot über die letzten 5 Jahrhunderte in den Augen von Eckhard Graf wohl eben Taschenspieler und Gaukler, bzw. eben Magier im Sinne des gekonnten (aber eben inhaltslosen) Spiel mit 78 Spielkarten.
2 "Magier" kommen dabei aber doch recht gut "weg".
Zum einen fand ich den Part über Mlle Lenormand wohl doch recht respektierend bezüglich Ihrer Fähigkeiten. Sicher versucht er auch an ihr von einer kritischen Seiten her etwas "zu kratzen", doch in der Summe spricht er ihr im Detail wohl eben doch jene wahrsagerische Fähigkeit unter (unter anderem) Zuhilfenahme der Karten zu. Und zum Zweiten finde ich, daß Etteilla fast schon etwas "liebevoll" von Herrn Graf behandelt wird. Interessant, wie er in der innerlichen Kollegenschelte Etteilla immer wieder eher in Schutz nimmt. (... wodurch die Karten zwar nicht aussagekräftiger werden ...)
Angenehm fand ich den flüssigen Schreibstil und die knappe aber angemessene Tiefe in der Zusammenfassung jedes einzelnen "Magiers". Herr Graf "verliert" sich nicht in Detail-Biographien. Er gibt einen kurzen aber inhaltsprägnanten Abriß.
Alles in allem ein empfehlenswertes und faktenreiches Buch, welches auch immer griffbereit als Nachschlagewerk dienen kann.
Anzuraten auch als Vorlage zur Vorbereitung von zB Vorträgen.
Auch positiv zu erwähnen sind die zahlreiche Abbildungen (nur schwarz/weiß), so zum Beispiel auch Skizzen und Entwürfe.
Wer allerdings die ‘alten Ägypten und/oder Zigeuner-Geschichten’ lesen möchte, der sollte sich von diesem Buch fern halten ;-)
400 Seiten, 20,5 x 12,5 cm
1999, Gondrom Verlag
Je 'kritischer' ich Aussagen über ein Buch mache, desto mehr kontrolliere ich noch einmal vorher meine Meinung. Aber selbst nach wiederholten Durchblättern dieses Buches, möchte ich sagen, daß diese beschrifteten Seiten sich meiner Ansicht nach nicht eignen, um kompetent mit dem Tarot etwas anzufangen.
Im einleitenden Teil erkennt man noch die würdigenswerten Bemühungen, dem Tarot-Unkundigen kurz in allgemeine Tarot -Kenntnisse und -Handhabungen einzuführen. Aber im Hauptteil (Bedeutungen der einzelnen Karten) erklären die Autoren (*) nur noch "frei nach Schnauze”, was ihnen in den Kram passt.
Anfangs habe ich mich sehr über diese Buch gefreut, weil hier das Waite-Tarot und das Crowley -Deck gleichzeitig erklärt werden.
(=> Immer eine Doppelseite zuerst die Waite-Karte; und gleich im Anschluß auf der nächsten Doppelseite die "dazugehörige" Crowley-Karte.)
Doch gerade dieser Aspekt hat mir persönlich die Augen geöffnet, und ich konnte sehen, wie oberflächlich die Autoren (*) mit dem Tarot umgehen.
Auf ein paradoxe Art und Weise werden in diesem Buch die beiden VIII-er ("Kraft" und "Ausgleichung") und eben auch die XI-er ("Gerechtigkeit" und "Lust") auf die Art verglichen, als wären diese nicht in den beiden Decks gegenstellig vertauscht, (obwohl aber auch diese Änderungs-Thematik explizit im Vorfeld des Buches erklärt wird).
->
Natürlich kann man nun das jeweilige Deck unverändert in der Reihenfolge lassen, man erkennt aber bei den jeweiligen Beschreibungen (vor allem bei den Crowley-Karten (denn: zuerst werden die Waite-Karten "erklärt", und dann wird Crowley irgendwie "hinten dran getakkert")) ... -> ... Man erkennt also vor allem bei den jeweiligen Beschreibungen der Crowley-Karten, wie "haarsträubend konstruiert" die Autoren (*) die "Erkenntnisse" auf eine Art und Weise derart verdrehen, daß man meinen könnte, es gäbe keine Unterschied zwischen Gerechtigkeits- und Kraft- Karten.
Gerade durch diese 4 Karten wird dann eben auf eine fulminante Weise deutlich, daß die Autoren (*) einfach nur irgendetwas so zurechtdrehen, damit es ein oberflächlich-schlüssiges Bild ergibt.
Und je mehr man ich in die anderen Kurzbeschreibungen aller anderen Karten hineinlese, desto mehr meine ich eine einen Stil zu erkennen, der mich an diese allgemeingültigen “Ein-Satz-Horoskope” aus den “Boulevard-Zeitschriften” erinnert.
(so gesehen haben die Autoren (*) definitv Talent)
(*) Als "Autoren" wurden Johannes Fiebig als ‘bekannter Tarot-Autor’, und als Mitautorin seine Lebensgefährtin Evelin Bürger angegeben. Anja Adams fungierte als Redakteurin und wird Publizistin genannt. Wenn ich nun von "Autoren" rede, so entzieht es sich zwangsläufig meiner Kenntnis, wer konkret was in welcher Zuständigkeit zu verantworten beziehungsweise von sich gegeben hat.
157 Seiten, 18,5 x 12,5 cm
2002, Econ Ullstein List Verlag, München (Taschenbuch)
ursprünglich: 1997, Scherz Verlag Bern, München, Wien
Nun wollte ich mir sicherheitshalber noch ein anderes Buch von Herrn Fiebig ansehen. Zum einen weil ja nun doch ettliche von/durch/mit ihm auf dem Markt; Und zum anderen habe ich bei dem Obigen immer nur von ‘Autoren-Team’ reden können. ... So wollte ich nun gegenlesen, was Herr Fiebig im Sinne eines 'allein-genannten' Autors schreibt.
Nun, prinzipiell schreibt er keine falschen Sachen, weil ja eben ein Wesen des Tarot darin verborgen liegt, daß es ein breites SPektrum an Meiungen und Intuition zuläßt, aber dennoch halte ich persönlich dieses Buch Tarot-fachkundlich für so wertlos, daß ich noch nicht einmal mehr darüber schreiben möchte.
2000, Königsfurt Verlag, Klein Königsförde / Krummwisch
Die Erstausgabe erschien 1978 unter dem Titel:
"Zur psychologischen Deutung des Tarock-Spiels"
als Dissertationsdruck im Juris + Druck Verlag, Zürich
Dieses Buch ist für Akademiker - Weder möchte den Nicht-doktorierten von diesen Buch dadurch fern halten, noch möchte ich dadurch irgendeine Wertung abgeben.
Es ist allerdings zu beachten, daß man nicht nur Jung und seine Archetypen vorwärts und hintergründig beherrschen muß, auch mal eben schnell der Verweis auf die Sage des Herakles aus dem Bereich der griechischen Mythologie wird wie selbstverständlich mal eben schnell zur Verdeutlichung als Vergleich herangezogen. Genauso ad-hoc-geläufig sollte dem Leser zum Beispiel sein, was die orphische oder die phytagoräische Tradition ist.
Und ich möchte ganz offen sagen: Nein, die Autorin bemüht sich nicht und in keinster Weise, dieses Thema allgemeinverständlich darzustellen oder für die sogenannte "Breite Masse" zugänglich zu machen. Nicht nur daß sie um Ihren Intellekt weiß, sie will und muß diesen hier auch deutlich offerieren, denn schließlich war die Erstausgabe dieses Buch ein Dissertationsdruck. Sie hat dieses Buch somit mehr als nur für Gleichgesinnte geschrieben - diese Zeilen wurden verfaßt, um "dazuzugehören".
Mehr als einmal überkam mich übrigens auch der Gedanke, inwieweit hier nun eine thematische Abschweifung doch etwas zur Übertreibung neigt ... Dennoch ist dies auch die Überleitung zu einer Art Resumee: Dieses Buch handelt fast nur zufällig vom Tarot. Irgendwie ist der Tarot zwar allgegenwärtig, aber vielleicht doch nur "Mittel zum Zweck" um viele sicher 'interessante Sachen' zu erzählen.
Ja, hier kommt dann doch die positive Aussage: Ich denke, daß derjenige, welcher “in diesem Vokabular zuhause ist”, sehr trefflich mit dem Werk von Marion Guekos-Hollenstein gut unterhalten wird.
Allerdings möchte ich auch erwähnen, daß es nicht unbedingt ein Buch zum Verständnis des Tarot darstellt. Ich denke aber, daß es dies auch gar nicht sein möchte. Diese Werk war schlicht und einfach eine Arbeit, welche nur zufällig vom Tarot handelt. Dieses Buch diente ursprünglich dazu, mit Fachbegriffen anzugeben und mit hochtrabendem Querbeet-Wissen sich dem Professor anzubiedern.
Vielleicht mag dieses Werk auf eine geschickte weil eben auch durchaus unterhaltsame Weise “”einen langweiligen Brockhaus ersetzen””.
Und/Aber dabei gewinnt eben die detailreiche hirnakrobatische Unterhaltung innerhalb der einzelnen Beschreibungen teilweise dermassenerweise überhand, daß man oftmals gar nicht mehr weiß, welche Karte den eigentlich gerade behandelt wird .... was ja wie gesagt auch eigentlich egal ist ;-)
245 Seiten, 21,5 x 15 cm
1998, Königsfurt Verlag
Original: 1987, “A. E. Waite - Magician of Many Parts”
Übersetzer: Irene Buttkus
Im Klappentext zu diesen Buch wird das Leben von Arthur Edward Waite als "ein Mosaik" und mit "vielen Facettten" beschrieben.
Weiterhin wird der Autor dieses Buch, R. A. Gilbert, als ein "führender internationaler Waite-Experte" bezeichnet (inclusive "Rosenkreuzertum" und
" 'Golden-Dawn-Orden' und seiner Geschichte").
Ich kann dies zwar nicht kontrollieren, aber es erfüllt über alle Massen diesen Eindruck. Der Leser kann sich nicht beklagen, daß Herr Gilbert sich nicht wahrlich die vermutlich größte Mühe gemacht hat, die Daten und Wege in und um und mit Waite's Leben zu erzählen, zu beleuchten und miteinader zu verbinden.
Ganz ehrlich möchte ich hier mein größtmögliches Lob aussprechen ... und ich werde noch weitere Bücher von R. A. Gilbert mir zu Gemüte führen.
Dennoch muß ich einen großen Wehmutstropfen anfügen: Ich glaube zwar nicht, daß es an Herrn Gilberts Schreibstil liegt, aber es wird zumindst auch so sein, daß der analytisch-faktenreiche Part mit den vielen Fakten-Details auch dazu beiträgt.
Das Hauptproblem ist (in der meinigen subjektiven Meinung) mir jetzt derart geprägt, alsdaß ich schon während der Lektüre das Leben von Herrn Waite als ausgesprochen "langweilig" empfand.
Ich möchte dabei in keinester Weise die Verdienste dieser würdigenswerten Person schmälern, sei es auf dem Gebiet des magischen oder mystischen Wirkens, sei es in seinen “20 oder was weiß ich wie vielen" Orden und Geheimbünden, in denen er teils hohe Posten bekleidete hatte. Aber im Grunde genommen wirken die vielen Details seines Leben genau wie auch seine Bild-Portraits auf mich den Eindruck eines zwar netten und nicht un-sympatischen aber doch unspektakulären und eben recht inhaltslangwierig-zäh-tristen Charakters.
Es ist zwar im Leben sicher angenehm, daß man okkulte, magische.mystische und geheimverbandelte Charaktere auch auf ganz normalbürgerliche Weise 'kennen lernt', aber im Grunde reicht ‘eine Broschüre’ hierzu über Herrn Waite aus:
Es kann natürlich erschwerend hinzukommen, daß eventuell von Herrn Gilbert ein gewisser analytischer Stil herüberkommen mag, daß mir die Details, wer wann mit wem .. und wer auch mal dazu kam .. wer aber wieder ging .. wer Waite sein Freund blieb ... wer auch in den anderen Orden mitkam .. etc ... daß es für mich in erster Linie eine langweilige "Geschichte" ist.
Jeder Mensch ist etwas Besonderes, Und Arther Edward Waite hat uns Literatur und wunderbare Tarot-Karten hinterlassen, ... Seine Biographie ist eine tolle Sache für seine Familie oder Sammler, denn es ist wirklich ein "Mosaik" mit "vielen Facetten",
... und so sollte es sich der ansehen, der die Muse, die Ausdauer und das anhaltende Interesse hat, dieses '100-Quadratmeter-Mosaik' zentimeterweise zu betrachten.
Und somit abschliessend noch mal das ehrliche große "Mosaik-Lob" an Herrn Gilbert: Viele viele Facetten hat er Steinchen für Steinchen detailiert beschrieben.
748 Seiten (in 2 Bänden durchnummeriert), 22 x 15 cm
3. Auflage 1993, Verlag Herder, Basel (1. Auflage: 1983)
übersetzt im Jahre 1980
von Franz Oesig, Eva Cliteur, Hans-Hermann Peschau und Martin Kriele
(Es erschien auch schon mal eine erstmalige deutsche Version in einer anderen Übersetzung in 1972 (Verlag Anton Hain))
Dieses Buch möchte ich all jenen ans Herz legen, welche an massiven Schlafstörungen leiden. Es ist ein wunderbares Werk, welches zumindest mir persönlich in wenigen Minuten die Augen schwer werden läßt und mich zu langezogensten Gähnern auch am hellichten Tag drängt.
Es ist wohl eine interessante Mischung aus der sich diese Wirkung ergibt:
Es ist 1972 verlegt und der Autor ist 'Jahrgang' 1900. Irgendwo dazwischen ist es entstanden. Somit ist es also verfaßt worden in einer Zeit, als der Tarot noch in keinster Weise "anerkannt" bzw. geschweigendenn in großem Umfang "allgemein-bekannt" war, bzw. aus diesem Grund noch sehr sehr viele Erklärungen, und eben auch umständliche Ausführungenn von Nöten waren, damit das Wesen und Wirken des Tarot auch nur halbwegs nachvollziehbar ist. Der Autor schafft diese umständlichen "Umwegs-Quadratur-Erklärungen" mit langweiliger Bravour. Umweghaft gespickt mit haufenweiser Evangelien-Zitaten, aber auch mit alchemistisch-mystisch-magischen Ausführungen ... ganz zu schweigen von allen philosophischen Drumherumredereien, sei es philosphisch-theologisch oder naturwissenschaftlisch-philosophisch ... oder meinentwegen auch antroposophisch oder dogmatsich-theosophsich-orthodix ... ;-)
Hauptkritikpunkt:
Absolut erschwerend hinzu aber kommt, daß der Autor meines Erachtens kein Rückgrat hat. Nicht nur, daß er sich als "Anonymus" nicht zu erkennen geben mag, er versteckt sich auch noch in den ‘altmodischen’ Formen der dritten Person, wenn er über "den Autor" oder "den Leser" redet. Diese Form förderd aber eben auch noch erschwerend einen engeren Bezug zu den geschriebenen Worten zu erlangen.
Aber eben genau dieses fehlende Selbstvertrauen veranlaßt den Autor dazu, daß er eine schweißtreibende Angst hat, Stellung zu beziehen und Meinung zu vertreten. Und so ergießt er sich in eben jenen elendig langen Erklärungen, weil ihm immer die Angst im Naken sitzt, er könne auch nur ein einziges Promille-Detail so erläuteren, daß er dabei versehentlich jemanden auf die Füße tritt.
Die Schreibweise ist dabei passenderweise recht antiquiert. Das ist dann wohl nur noch ein i-Tüpfelchen im Sinne dessen, daß hier nicht nur um den heißen Brei herum geschnuppert wird, .. ich würde sogar sagen, daß der Radius um diesen heißen Brei mit schier unermesslichem Sicherheitsabstand versehen ist., ... soll heißen: es ist schon sehr sehr sehr sehr sehr müßsehlig, diesem Herrn Autor zu folgen. ... Ehrlich gesagt habe ich persönlich meist nach weniger als einer Seite vergessen, um was es eigentlich gerade geht.
In diesem Sinne stimmt zumindest der Teil des Titels, welcher "Meditationen" heißt, ... denn dieses Buch schafft eine groooooooooße Leere in mir, ... wobei ich aber ansich Bücher wegen Ihres füllenden und nicht wegen Ihres leerenden Inhaltes erwerbe ;-)
Ansonten nur noch kurz zur objektiven Beschreibung:
Auf den über 700 Seiten werden ‘nur’ die 22 Karten der großen Arkana beschrieben.
(Dies verbildlicht noch einmal sehr schön anschaulich die ‘Ausführlichkeit’)
222 Seiten / 14,5 x 21 cm
1991 / Verlag Stephanie Naglschmid
später aber vom Königsfurt-Verlag übernommen.
Eine wichtige Information im Hinblick auf die fundamentierte Hintergrund-Recherche und vermutlich sein ehrliches und tiefes Interesse (= meine persönliche Auffassung) am Tarot bzw. dessen Geschichte, Entstehung, Gedanken und Bedeutung, läßt sich meines Erachtens dann auch an Eckhard Graf ‘s “Lexikon des Tarot” erkennen.
Dieses Buch ist aber wirklich nur für “Freaks” zu empfehlen. Allerdings findet eben der fachlich Interessierte dann aber auch alles ‘Wissensnotwendige’ im auch oben schon erwähnten sehr guten Schreibstil. Es sind 254 Tarot-Decks (bzw. 187 TarotDecks und weitere OrakelKarten) in Kurzform (halbe Seite bis Seite) beschrieben, bzw vor allem ihre Herkunft/Entstehung bzw. “Auf- oder Wieder-Findung”. (nicht nur “alte” Decks, Es kommt eher einer “Marktübersicht” gleich. Den Ausdruck “Marktübersicht” finde ich jedoch etwas “unpassend”, weil diese Buch wirklich mit viel Liebe/Enthusiasmus bzw. Kompetenz zum Hintergrund-Detail erstellt wurde.
Ein vortreffliches Nachschlagewerk! - Prädikat Wertvoll und Empfehlenswert.
(Und ich kann es mir nicht verkneifen zu erwähnen, daß das Titelbild übrigens aus den Arbeiten von Etteilla stammt. ;-) )
Eckhard Graf
“Lexikon des Tarot” (...”sowie der Orakel- und Selbsterfahrungsspiele”)
Anonymer Autor, bezeichent als “Anonymus d’Outre-Tombe”
“Die großen Arcana des Tarot - Meditationen”
Auf den ersten Blick macht dieses Buch einen gewichtigen Eindruck. Leider offenbart sich dann aber Frau Giles als oberflächlich und in der Folge als unsachlich und falsch.
Kurzer und knackiger Überblick über den Werdegang des Tarot.
Für den Tarot-Interessierten kurzweilig und flüssig.
Sehr kompetenter Autor -> Gut auch später noch zum Nachschlagen.
Empfehlung zb auch als Vorlage für Vorträge oder dergleichen.
Walter-Verlag, 1994
(im englischen Original: 1992, “The Tarot. History, Mystery, and Lore.”)
349 Seiten, 13 x 20,5 cm
Es ist zwar ein vermeintlich ‘schwerer Wälzer’, aber dennoch sehr angenehm und sehr flüssig zu lesen. Ich war anfangs wirklich äußerst positiv angetan. Außerdem macht dieses Buch allein schon optisch im direkten Vergleich zu Eckhard Graf seinem kleinen Büchlein, eine gute Figur.
Leider war aber das Vertrauen in die Kompetenz von Frau Giles mit einem mal gestört. Ich weiß natürlich nicht inwieweit sie “nur” schlecht recherchiert hat, oder sie bewußt aufgrund ihres offenkundigen Ekels vor den Crowley-Karten diese Karten nicht in der Lage war neutral zu behandeln.
In der Summe läßt sich aber folglich sagen, daß für mich somit leider kein Vertrauen mehr in die Objektivität von Frau Giles gegeben ist, denn es läßt sich für mich nicht mehr ausschliessen, das sie auch andere Fakten vielleicht -aus welchen Gründen auch immer- falsch darlegt.
Und auch wenn es im Internet für Privatpersonen immer gefährlicher wird, kritisch seine Meinung zu äußern, ich werde das Wort “falsch” weder abschwächen noch relativieren, es ist und bleibt falsch.
Bis zur Seite 92/93 hab ich Frau Giles “Un-Sympathie” gegenüber Aleister Crowley in allen bisherigen Textpassagen noch ‘belustigend’ überlesen. Offene Kritik und ehrliche Seitenhiebe sind selbstverständlich “erlaubt”.
Aber auf besagter Doppelseite vergleicht sie die Liebenden von Waite mit der Lust von Crowley.
Dabei bringt sie deutlich und überaus abfällig zum Ausdruck, daß diese (frivol-dominate) Lust-Frau dort bei Crowley, die direkte Vergleichskarte zu den Liebenden bei Waite ist.
Wer keine Basiskenntnisse in diesen beiden Decks hat, wird bei diesem falschen Vergleich “zurecht” Crowley als den niederträchtigsten Tarotristen der Weltgeschichte auf den Scheiterhaufen nageln.
Und dabei ist in der Bildunterschrift eindeutig zu erkennen, daß es sich hierbei um keinen Flüchtigkeits- oder Druckfehler handelt. Frau Giles bewertet durch diesen provokativ-falschen Vergleich das gesamte Crowley-Deck mit einer ekeleregend-anmutenden Abfälligkeit, weil Crowley die Liebenden auf dermassen düstere Weise dargestellt hat, wohingegen Waite so heiter und logisch in der Symbolik ist.
Und ich möchte nicht falsch verstanden werden: Selbstverständlich darf Frau Giles Ihre eigene Meinung haben. Und sie darf diese auch gerne deutlich und abfällig vertreten.
Aber wenn sie dazu objektive Daten oberflächlich verdreht, dann kann ich Frau Giles in keinster Weise als fundierte seriöse Autorin bezeichnen.
Denn was die Sache so schwerwiegend macht:
Wenn ich als Laie (im vermeintlichen Vergleich zu Frau Giles) bereits so einen “einfachen”(!) Fehler entdecke, .. ist mein Vertrauen in ihre fachliche Erkenntnisse in anderen Bereichen zwangsläufig nicht mehr gegeben. - Woher soll ich denn wissen, welche anderen Aussagen nicht auch einfach so zurecht gedreht wurden, wie Frau Giles Lust hat. - (Wenn ich das wüßte, würde ich ja das Buch nicht lesen wollen.)
Wer nur ein einziges Buch zum Crowley-Deck möchte, dem rate ich zum Akron/Banzhaf. Stichwörter, Themengebiets-(Be)Deutungen, und aber auch eine Fülle von Detail-Symbol-Erläuterungen.
Das Buch für alle Decks.
Einstieg in das Tarot über die Kabbala (Lebensbaum).
PS: Sehr empfehlenswerter Zugang.
kompent und ausführlich.
Zu Recht fast schon ein “Klassiker”.
188 Seiten, 18,5 x 12,5 cm
2008, Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen / München
Auch wenn es nur eine kurze und auf das Wesentliche beschränkte Einführung bezüglich der historischen Hintergründe derer von Visconti ist, so fiel zumindest mir bereits hier eine spezifische Qualität der Autorin auf. Wenn ich oft schon in vielen anderen Quellen solche historischen Kurzeinführungen las, blätterte ich schnell mal vor zum eigentlichen Thema.
Hier jedoch fiel mir erst am Schluß dieser Einleitung auf, daß ich diese in einem Rutsch gelesen hatte. Und das auf solch eine subtile interessante Art und Weise, daß ich zum einen gar nicht daran gedacht hatte, vorzublättern, und zum anderen haben sich in meinem Kopf auch wirklich Informationen zur Visconti(-Sforza)-Familie ohne grosses bewußtes Merken festgesetzt.
Und genau diese Schreib-Charakteristika ist meines Erachtens die Form von Qualitätsmerkmal, wodurch sich Frau Zitzl fulminant in ihrer Zunft abhebt.
Man liest, versteht ... und hat auf eine selbstverständliche Art und Weise etwas behalten.
Für eine zusammenfassende Betrachtung hier aber doch noch kurz die quantifizierbaren Inhaltspunkte: Neben der erwähnten Einführung inklusive spezifischer Symbole des Herzogshauses, gibt es desweiteren nichts, was fehlt,
Ein kurzer Einblick in das System des Tarot (Elemente, Hofkarten ..etc..), 7 verschiedene Legesysteme; plus Deutungsbeispielen aus konkreten Praxislegungen.
Die große Arkana je 2, die kleine Arkana je eine Seite -> Ausführlich genug um zu verstehen, kompakt genug um schnell nachzuschlagen und unaufdringlich genug um sich dem Leser hilfreich zur Seite zu stellen.
Schön auch zu sehen, daß die Abbildungen aller Karten farbig sind, ein vermeintliches Detail, welches aber der Nutzer beim ständigen Durchblättern mit der Zeit zu schätzen weiß.
Ansonsten möchte ich noch hervorheben, daß die Karten der kleine Arkana immer im "4er-Block" erklärt werden (Zuerst eine kurzes Statement zur 1, und dann alle vier Einser direkt nacheinander ...und so fort bis zu den Königen)
Diese Variante finde ich gerade bei dieser Form von un-bebilderten Zahlenkarten sehr hilfreich für ein Gesamtverständniss.
=> Gepaart mit dem beschriebenen Talent, eine gewinnbringende Mischung.

Neu
8.8.2008