Gerechtigkeit = 8  &  Kraft = 11

 

Auf diesen Seiten sind in allen Decks und in allen Ordnungsvariationen die Kraft- und Gerechtigkeits- Karten so einsortiert wie dies traditionell (“vor 1910”) der Fall war.

 

Falls dieses Thema jemanden interessiert: Hier die persönliche Begründung.

 

Nichtsdestotrotz ist dies hier keine direkte inhaltliche Begründung des ‘Warum’, sondern vielmehr eine Art Sammlung von Sichtweisen, .., oder einfach nur ein kleiner subjektiver Überblick über Mitstreiter auf dem Weg zur Fundamentalsierung der VIII und der XI.

1) Meine persönliche Entscheidung

 

2) 'Die Entstehung des Problems’ - Golden Dawn - Waite - Mathers - etc

 

3) Hans-Dieter Leuenberger

 

4) Hajo Banzhaf

 

5) weitere Autoren

 

6) Keine Antwort, aber eine Frage - Warum hat der Golden Dawn die Kraft und die Gerechtigkeit vertauscht?

 

1) Zuerst ganz kurz die Entwicklung meiner persönlichen Entscheidung :

 

Bei der Erlernung des Tarot hab auch ich nicht bei 0 oder 1 angefangen, sondern die Karten so gelernt und erforscht wie sie sich mir "auf den Tisch gelegt haben". Somit hatte ich nie wirklich im Detail seinerzeit die gleich hier im Anschluß folgenden Leuenberger-ischen und Banzhaf-schen Detailierungen bezüglich der Gerechtigkeit und der Kraft richtig bemerkt.

 

So stand ich aber eines Tages vor folgender Problematik ... :

 

"Dummerweise"(? ;-) ) nahm ich die Waite-Karten, um "meinen" Weg des Narren zu erforschen.

(Wobei ich aber deutlich positiv anmerken möchte, daß ich gerade diese Karten dafür sehr gut geeignet finde, da gibt es nix zu meckern)

 

(Klick-Link bei Interesse) -->

 

Diese meine Ansicht des ‘Spiel des Lebens’ war zwar innerhalb fast schon erschreckend kurzer Zeit in kaum mehr veränderbarer Form vorhanden. Aber es war gerade DIE Kraft und DIE Gerechtigkeit, welche allein schon durch die Bildsprache (zum Beispiel Lemniskateschleife und Handhaltung) SO liegen mußten ...

Zum Beispiel wird die Kraft von anderen gerne in der Begründung des 3x7er-Weg an die Position 8 gesetzt. Aber für mich war auch dieser 7er-Weg wieder doch nur ein zusätzlicher Beweis, daß dort im Waite'schen bebilderten Gesamtarrangement die Gerechtigkeit wesentlich stimmiger ist, als die Frau Kraft ...etc.etc.bla.bla...

Aber ich möchte hier gar nicht auf begründende Details eingehen, weil für mich der Vorgang inzwischen abgeschlossen und definiert ist.

 

Die Zweifel und Grübeleien zu der Zeit betraf eigentlich eher mein schlechtes Gewissen bei der Frage:

"Habe ich ein 'Recht', mit Waite's Karten zu arbeiten, wenn ich sie nicht so anerkenne, wie er sich geschaffen hat ?"

Als ich dann endlich doch meinen wasserfesten Stift nahm, und alle meine Waite-Decks faktisch berichtigte, trat wieder eine tiefe innere Ruhe im mein Leben und ein beruhigender und berichtigter Frieden war wieder hergestellt.

 

Die Frage wäre auch so nicht wieder in mein Leben getreten, hätte ich nun nicht diese Webseite. Nicht, daß ich meine mich rechtfertigen zu müssen, dafür stehe ich für mich zu sehr hinter meiner Entscheidung. Vielmehr möchte ich deshalb etwas dazu sagen, weil ich eben NICHT jene VERWIRRUNG stiften möchte, wie sie durch die Golden-Dawn-Verdrehung entstanden ist.

 

Denn: Was will ich eigentlich damit erreichen, daß ich rigoros auf diesen Seiten strikt an der Ordnung festhalte ...  

Gerechtigkeit = 8  und  Kraft = 11   ...

Ich möchte damit Ruhe schaffen. Ich möchte eine kleine logische Webseite mit einfach auffindbaren Informationen.

 

Und somit habe ich mich wieder einmal auf die Suche gemacht, dieses Verdrehung zu beleuchten.

Und siehe da, ich erkannte, daß ich wesentlich einfacher Unterstützung fand, als ich befürchtete.

Und das sogar von Personen, welche ich im Tarotsektor als Koriphären bezeichnen würde.

2) Wer hat was verdreht ? - Und wie wird welche Verdrehung heutzutage verwendet ? :

 

Erst einmal möchte ich ganz kurz einen Überblick geben, wer denn nun ansich was geändert hat, und wer nicht, ... denn mir ist mit der Zeit aufgefallen, daß selbst ansich renomierte Autoren manchmal einfach nur dumm oder vorschnell (meist in vermeintlich-altklugen Nebensätzen) etwas daherschreiben, wodurch sich dann jemand, der wirklich auf der Suche ist, wieder mal die Haare ausreissen kann, weil schon wieder eine etwas andere Darstellung er gefunden hat. ... Zum Verzweifeln ist das, ehrlich ;-)

 

Das erste Deck, welches mit dieser Vertauschung auf den Markt kam, war das Rider-Waite.

 

Die Kraft-und-Gerechtigkeit-Vertauschung ist aber offenbar nicht 'auf Waite seinem Mist gewachsen', sondern ist ein Denkstrukturmuster des Golden-Dawn-Ordens.

(Laut Eckhard Graf wird dabei namentlich Samuel Liddel Mathers genannt (siehe weiter unten unter Punkt 5), ich verwende aber in den weiteren Ausführungen hier die Ordensnennung. Nicht nur weil Mathers im Bezug zum Golden Dawn die namentliche Basis im Hintergund darstellt, sondern weil im gesamthistorischen Prozeß doch eventuell noch der eine oder Andere auch einen Bezug aufweisen könnte.)

 

Im Basisaufbau sind es 2 große Variationen, welche auf den Golden Dawn zurückgehen:

Zum einen Die Ritter-König-Prinz-Verwirrung. Und zum anderen eben jenes Kraft-Debakel.

 

Und obwohl sich Waite rigoros und vehement im Bereich des Hofstaates jeder traditionellen Änderung erwehrt hat, so hat er wiederum bei der Kraft-und-Gerechtigkeits-Verdrehung mitgemacht.

 

Mit dem großen Anklang und dem Erfolgszug des Rider-Waite-Tarot, ist diese Sichtweise dann aber so Grundsatz-selbstverständlich geworden, daß man umgangs-gesellschaftlich in der Regel animmt, Waite's Sichtweise sei die altertümliche und traditionelle Denkweise / Sortierung.

 

Witzigerweise wurde diese Verwirrung perfektinoniert, indem der Punk, der Rebell, der Freak - Aleister Crowley - hier die Rolle des Konservativen übernahm, und diese Vertauschung wieder korrigierte, beziehungsweise besser gesagt: gar nicht erst übernahm.

Weil er aber ansonsten den 'abstoßenden' Part darstellte, und auch bekanntermassen die Tarotdarstellungen mit mehr Nacktheit und auf den ersten Blick 'verschwimmender/verworrenerer’ Symbolik versah; und zudem noch 'dem Volk seinen König stahl' (weil er sich ja nun doch wesentlich enger an die Golden-Dawn-Vorgaben hielt, und Königs-Ritter und Prinz verwendete)

=> Und so festigten sich eben jene zwei Hauptlager in der Sichtweise bezüglich der Kraft und der Gerechtigkeit.

 

Das Endprodukt für unsere heutige Zeit ist somit fast schon aberwitzig:

 

Die konservativ-orientierte, traditionelle Linie im Bereich der Tarot-Decks greift meist auf das Waite-Deck zurück.

Somit haben wird eine Traditions-Schiene mit "falscher Kraft"

 

-> Man kann also keine eigenständige "Traditions-Vergleichs-Seite" erstellen.

 

Die progressiven Golden-Dawn-Decks verwenden in der Regel beide Änderungen

(Kraft/Gerechtigkeit und Hofstaat).

Nun ist und bleibt aber das Crowley-Thoth-Tarot das Referenz-Tarot in diesem Sektor

 

-> Somit kann man auch hier keine wirklich eigenständige "Progressive-Vergleichs-Seite" erstellen.

 

Wer also wie ich das Tarot als Gesamtkonzeption vergleichen will, ist gezwungen die ein oder andere Entscheidung zu treffen.

Ich hatte noch überlegt, ob ich zumindest bei den Einzel-Deck-Vorstellungen oder auch den Verschiebeseiten die jeweils Deck-interne Struktur belasse, ... aber schlußendlich hat es wieder einmal gesiegt: Das Gefühl, welches besagt, daß es nicht mein Problem ist.

Die Gerechtigkeit IST 8 .. und die Kraft IST 11.

Ich muß heute keine Decks mehr mit Edding bemalen, aber wer sich auf diesen Seiten umsieht, der ist wirklich herzlich willkommen, muß aber mit dieser Ordnung leben.

 

(Bin ich nun ein schlechter Gastgeber ? ;-) )

3) Hans-Dieter Leuenberger :

 

Persönliche Entscheidung her - Private Definition her. Nichstdestotrotz freut es einen dann doch, wenn man Gleichgesinnte trifft.

Umso erfreulicher ist man dann, wenn man diese seine Meinung auch "in Kreisen" findet, welche ganz konkret eine vermutlich fachliche Kompetenz haben.

 

Herr Leuenberger stellt ebenso die Karten von Waite um (die Gerechtigkeit wird wieder zur 8 und die Kraft zur 11);

Wenn nämlich Waite diese Variation nicht grundlegend begründet, dann muß sich auch nicht daran halten, vor allem nicht, weil er die traditionelle Ordnung in der Summe für das Tarot als ausgesprochen stimmiger ansieht..

Es ist dabei nicht nur allein die Nummerierung, sondern konsequenterweise behandelt Leuenberger die Gerechtigkeit und die Kraft eben auch an jenen Stellen in der Abfolge der großen Arkana, an der diese jeweils traditionell hingehören.

 

Und dabei ist es ebenso schön zu sehen, daß Leuenberger auch das Rider-Waite-Tarot als offenbar beste Vorlage für seine umfassendes Analysewerk zum Tarot verwendet.

Band 1 des 3-Teilers

“Die Schule des Tarot -

Das Rad des Lebens",

 4. Aufl., 1986,

Hermann Bauer,

Freiburg im Breisgau

Seite 132

4) Hajo Banzhaf :

 

Eine weitere Institution auf dem Gebiet der Tarotliteratur ist Hajo Banzhaf.

In seinen Büchern hällt er sich vorne bezüglich des Themas ‘VIII & XI’ zumeist dezent und Gentleman-like zurück. Hier mal ein kleiner Nebensatz oder dort ein Verweis - wenn es zum Beispiel um die Quersummenberechnung geht, aber im Anhang kann er recht detailiert begründen, warum die Gerechtigkeit auf die 8 und die Kraft auf die 11 gehört.

 

Ich möchte jetzt hier nicht zu sehr ausschweifen, weil für eine ausführliche Wiedergabe der gesamten Begründungen von Herrn Banzhaf es logischerwiese besser ist, wenn man diese von ihm direkt aus erster Hand nachlesen sollte.

Ich möchte nur kurz zum Ausdruck geben, daß Herr Banzhaf auch bei dieser Thematik wieder in seiner gewohnten Gründlichkeit und Tiefenkompetenz agiert.

 

So begründet der die Gerechtigkeit auf 8 und die Kraft auf 11 in den Bereichen

- der Zahlenmystik,

- der mythologischen Denkweise (Reise des Helden durch die große Arkana),

- mit astrologischen Variations-Sichtweisen

- und führt nebenbei noch farbsymbolische Elemente an.

 

Literatur hierzu:

"Schlüsselworte zum Tarot" S.272-285 (Taschenbuchausgabe, 1990, Goldmann, München)

(Thema im Anhang "Zahlenmystik und Mythologie")

 

Astrologische Sichtweisen kann man z.B. nachlesen in:

"Der Universal Waite Tarot" (2005er Ausgabe, AGM AGMüller Urania, CH-Neuhausen)

 

In Verweisen gibt Hajo Banzhaf auch folgenden seiner Buchtitel an:

"Tarot und die Reise das Helden"

Crowley

VIII

Ausgleichung

Hermetic

XI

Justice

Golden Dawn

11

Justice

5) weitere Autoren :

 

Und hier noch eine lose Auswahl weiterer Autoren, einfach zur Vervollständigung der möglichst objektiven Informations-Suche..

 

Axel Bohnenkamp:

 

Er lobt das Waite-Tarot im Sinne der Symbolik, Intuitivität und Schönheit, und nimmt dieses Deck somit als Grundlage für seine detailierten Ausführungen.

Aber siehe da: Auch er verwendet an der Stelle 8 nicht die Kraft, sondern die Gerechtigkeit; und umgekehrt.

 

Und er geht sogar noch einen Schritt weiter: Er fordert den Leser ganz konkret dazu auf, daß er mindestens gedanklich oder besser sogar ganz konkret die Reihenfolge mit einem Stift auf den jeweiligen Karten abändert.

 

Obwohl er sicherlich die Arbeit von Waite als Grundlage dieser Karten anerkennt, ist diese Änderung nichts weiter, als eine private Entscheidung von Waite, und somit sieht Herr Bohnenkamp keine Veranlassung an dieser unbegründeten Störung der Tradition festzuhalten.

 

 

 

Rachel Pollak:

 

Frau Pollack ist leider eines der Beispiele, die einen armen kleinen Tarot-Interessierten wie mich seinerzeit zur Verzweiflung treiben lassen konnten.

 

Zumindest hat sie zwar erkannt, daß der Golden Dawn der Begründer dieser Vertauschung war, aber weiterhin erwähnt sie in einem selbstsicheren Satzbau, daß auch Aleister Crowley die Karten vertauscht hat.

 

Mir wäre es angenehmer, besser gar nichts zu lesen. Zumindest aber erwarte ich generell bei Unwissentlichkeiten oder Spekulation ein Kennzeichen, und sei es nur ein “hätte-wäre-könnte”. Ein Autor wird durch sein Schreibwerk zu einer Art von Wissen und Autorität. Somit sollte er/sie zumindest keine derartige Verdriftung im Basis-Wissen provozieren.

 

Quintessenz: Pollak: Oberflächliches Wissen auf diesen Sektor => keine Beachtung für unser Ergebnis.

 

 

 

Belinda Rodik:

 

Belinda Rodik hat sogar ein Lexikon zum Tarot verfaßt. Deshalb finde ich es wieder einmal umso bedeutender, daß hier die Informationen auf nicht korrekte Weise dargestellt werden. Gerade ein Lexikon sollte als ein verläßliches Nachschlagewerk dienen. Wer den Begriff Lexikon verwendet potenziert seine Autoren-Autorität, und wird daher in meinen Augen umso fragwürdiger, wenn er dieser Reputation nicht gerecht wird.

 

Auch bei Frau Rodik liegt die Änderung ganz konkret bei Waite. Es ist nicht eimal in einer Andeutung auf den Golden Dawn zu schliessen.

Was aber an Verwirrung nicht zu überbieten ist, ist nicht nur die Aussage, daß auch Crowely die Karten vertauscht hat, sondern dies auch noch aufgrund der Initiative von Waite geschah.

Man kann sicherlich über vieles grübeln und zweifeln, was vor 100 Jahren im Golden Dawn geredet wurde, aber das Crowley die Karten Kraft und Gerechtigkeit nicht vertauscht hat, läßt sich logischerweise ganz banal durch ein sehr leicht erhältliches Tarotdeck erkunden, und sollte für einen vermeintlich Tarot-Kundigen schlichtes Basiswissen sein.

 

Wer nicht einmal die Grundstruktur der zwei bedeutensten Decks auf dem Markt kennt, der sollte nicht daran denken, ein Lexikon über Tarot verfassen zu dürfen.

 

 

 

Eckhard Graf:

 

Eckhard Graf vertritt zwar auch deutlich seine Meinungen, aber die Inhalte dieser hier geschilderten Thematik scheinen nicht sein Interesse in der Tiefe zu berühren. So erwähnt er sogar ganz konkret, daß die Diskussion um die Abfolge der Karten der großen Arkana ein so breites Spektrum an Möglichkeiten darstellt, daß es keinen großen Sinn macht sich darüber zu streiten.

Schade, denn im Laufe meiner Literatursichtungen hat er sich eine hohen fachlichen Stellenwert im mir erwirtschaftet. Immerhin ist aber diese seine Aussagen auch eine deutliche Botschaft ;-)

 

Dafür ist er aber zumindest ein Informationsanker bezüglich der Entstehung der Vertauschungs-Hintergründe. In seinem "Lexikon des Tarot" findet man bezüglich der Kraft- und Gerechtigkeits -Problematik den Hinweis, das diese Verdrehung 20 Jahre vor Waite von Samuel Liddel Mathers durchgeführt wurde. Vermutlich bezieht sich diese Jahresangabe auf das Veröffentlichungsdatum des Rider-Waite-Decks (1910).

 

 

 

Johannes Fiebig

 

Vielleicht sollte man doch einfach alles vergessen, und bei Bedarf jedweden Variantenreichtum sich ganz schlicht und einfach immer so zurecht reden, wie es gerade am elegantesten erscheint.

Ein wortakrobatischer Meister dieses Faches ist meiner Ansicht nach Johnannes Fiebig.

 

So wird zum Beispiel im Buch "Tarot - Quelle der Weisheit" von Johannes Fiebig auf Seite 60

ganz riguros die Nummer 8 mit der Nummer 8 verglichen. Basta!

 

Man mag mich ja für einen penetranten und ordnungsverliebten ‘deutschen Beamtentyp’ halten,

aber hierzu will ich, daß mir die Worte fehlen ;-)

"Tarot als Lebenshilfe",

1986, Goldmann, München,

Seite 112 und Seite 143

“Das Tarot-Lexikon”

1998, Delphi bei Droemer,

Seiten 99 und 150

Weiterführende Literatur:

Die Quellen dazu aus dem Anhang bei Graf lauten:

 

[10] Gilbert, R. A. (Hrsg.): The Sorcerer and the Apprentice. Unknown Hermetic Writings of S. L. McGregor Mathers and

 J. W. Brodie-Innes. Wellingborogh 1983.

[11] - (Hrsg): Hermetic Papers of A. E. Waite. The Unknown Writings of a Modern Mystic. Wellingborough 1987.

6) Warum hat der Golden Dawn die Kraft und die Gerechtigkeit vertauscht?

 

Weiß man es jetzt eigentlich schon ? ... Also ansich müßte man es ja schon wissen ... Schließlich soll doch alles schon heimlich ob mit oder ohne Eidbruch veröffentlicht worden sein ... Und wenn (siehe weiter oben) es heißt, daß Mathers "es schon 20 Jahre früher vertauschte", und es dazu eine Literatur-Angabe gibt. ... nun gut, ich gestehe, daß ich keine Lust habe für teilweise übertriebene Summen Literatur zu erwerben (und das auch noch nur in englischer Sprache ...). ... Außerdem sind mir schon im Netz gefundene "Equinoxe" auch schon zu qualvoll, alsdaß ich dafür auch noch Geld bezahlen möchte ...

 

Am hilfreichsten ist interessanterweise zumindest wieder mal Aleister Crowley.

(Ich hab schon immer gesagt: Hinter der ‘shoking Fassade’ ist sehr mittelungswillig)

 

In "Das Buch Thoth - Ägyptisches Tarot" wird auf Seite 21 und auf Seite 46 etwas erklärt, daß die Kraft durch den Löwen eindeutig dem astrologischen Löwen zuzuordnen wäre. Im Gegenzug ist die Gerechtigkeit durch die Waage zweifellos auch in der astrologischen Zuordnung der Waage zu betrachten.

Und so käme man irgendwie gar nicht umhin, diese beiden Karten auszuwechseln denn schließlich passt dann der Löwe supi-dupi in die Tierkreisabfolge vom Widder-Kaiser etc bis über den Krebs-Wagen zum folgenden Kraft-Löwen und so weiter oder so ... irgendwie.

 

(und trotzdem ist Crowley’s Ausgleichung zwar Waage, aber an Position 8 ... (?). (Mir soll’s recht sein ;-)

 

Ich hoffe ja inständig, daß dies nicht wirklich der alleinige Grund sein mag, ...

Die Astrologie ist eine Spitzen-Sache; die Astrologie ist eine großartige bombastische Errungenschaft. ... Aber man soll doch bitte nicht am Tarot Herumdokterungsänderungen diletantisieren, ... nur weil jemand es nicht schafft, seine geliebten Astro-Symbole gut genug zu übertragen. Dann soll er es halt bleiben lassen, es zwingt keiner niemanden dazu.

 

 

 

"Lexikon des Tarot",

Eckhard Graf

1991, Stephanie Naglschmid,

Stuttgart,

Seite 137

Man merkt, daß ich als reiner Tarotloge und deutlicher Nicht-Astrologe kein wirklich wahres Verständnis für diese Zwangsehe aufbringen kann. Beides sind wunderbare Fortbewegungsmittel, aber wer an einen tiefer gelegten Sportwagen eine Anhängerkupplung anschweissen möchte, der soll sich nicht wundern, wenn diese am Boden schleift. Und wenn man dann verzweifelt die Kraft-Übersetzungs-Reifen mit den Niveauregulierungs-Waagschale vertauscht, ... dann darf man sich auch nicht beschweren, wenn sich nachfolgende Mechanikergenerationen die Haare ausreissen.

Auf inhaltliche Daten wird nur ansatzweise unter Punkt (4) und (6) hingewiesen.

Illustrations from the

(Aleister) Crowley (Thoth) Tarot

Rider-Waite® Tarot

Golden Dawn Tarot

Hermetic Tarot

reproduced by permission of

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Stamford, CT 06902 USA.

 

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The Rider-Waite® and Universal Waite® Tarot Decks are registered trademarks of U.S. Games Systems, Inc.

 

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www.usgamesinc.com.

Tarot - 78 Stufen der Weisheit"

(1985, Knaur, München),

Seite 86

"Tarot - Quelle der Weisheit", Johannes Fiebig,

Econ Ullstein List Verlag,

München, 2002,

Seite 60

Waite

XI

Gerechtigkeit

"Das Buch Thoth - Ägyptisches Tarot",

Aleister Crowley,

Urania Verlag,

CH-Neuhauen,

10. Auflage, 2001

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